Hoyer Motors

Pumpe DE Newsletter Woche 5

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Erste Pumpe aus dem Netzsch Campus

Der 9. Januar 2023 wird bei Netzsch Pumpen & Systeme in die Geschichte eingehen. Mit der Montage der ersten Pumpe im neuen Werk beginnt für den globalen Spezialisten für komplexes Fluidmanagement eine neue Zeitrechnung.

Nach knapp zwei Jahren Bauphase war es endlich so weit: die erste Pumpe wurde montiert und anschließend für den Versand vorbereitet. Wenig überraschend handelte es sich um eine Exzenterschneckenpumpe, denn in dieser Technologie gehört der Spezialist für komplexes Fluidmanagement zu den führenden Unternehmen weltweit. „Heute ist ein richtungsweisender Tag in der Geschichte von Netzsch Pumpen & Systeme. Mit der Eröffnung der Montage auf unserem neuen Campus in Waldkraiburg kommen wir unserem Ziel, die effizienteste Verdrängerpumpenfabrik der Welt zu betreiben, ein ganzes Stück näher“, führte Geschäftsführer Jens Heidkötter aus und unterstrich damit die ambitionierten Ziele.

Der Campus vereint die drei Standorte in Waldkraiburg und trägt damit entscheidend dazu bei, dass verschiedene Prozesse, wie zum Beispiel die Logistik, deutlich effizienter gestaltet werden können. Somit profitieren neben den Mitarbeitern vor allem die Kunden. Auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielten bei der Planung eine entscheidende Rolle. 


Gemeinsam stark für den Standort NRW

Die neue Regierung von Nordrhein-Westfalen will das Land zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas transformieren. Ein weiterer Schritt hin zu diesem Ziel wurde mit der Unterzeichnung eines Industriepaktes gemacht. 

Unter den geladenen Gästen und Unterzeichnern wie Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, war auch Wilo-Vorstandsmitglied und CTO Georg Weber. Die Erderwärmung zeigt schon heute mit Starkregen, Überflutung, Trockenperioden und Hitzewellen die Notwendigkeit auf, aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen. Als eine der stärksten Wirtschaftsregionen Europas stellt NRW mit dem Industriepakt zwischen Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nun die Weichen für eine schnelle Transformation hin zum klimaneutralen und zukunftssicheren Industriestandort. 

Als Klimaschutzunternehmen sieht es die Wilo Gruppe als ihre Pflicht an, die Initiative und ihre Klimaschutzziele aktiv zu unterstützen und ihren Beitrag zu noch mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch im Sinne der Standortattraktivität zu leisten. „Der Schutz unseres Klimas ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit“, bestätigt Weber. „Die Transformation in allen Bereichen muss aktiv vorangetrieben werden, um NRW als klimaneutralen Vorreiter der Energiewende und als Zukunftsmarkt für Investoren zu etablieren und wettbewerbsfähig zu bleiben.“


Führungswechsel bei Bürkert

CEO Heribert Rohrbeck ging zum Jahreswechsel in den Ruhestand. Knapp drei Jahrzehnte lang war er bei Bürkert Fluid Control Systems tätig – davon 18 Jahre als CEO. Sein Nachfolger Georg Stawowy steht bereits in den Startlöchern.

Der Fluidikspezialist verabschiedete sich im Rahmen einer Betriebsversammlung von seinem langjährigen Geschäftsführer (links im Bild). In diesem Zuge wurde auch sein Nachfolger (rechts im Bild) den Mitarbeitenden vorgestellt. In seiner Zeit in Ingelfingen hat Rohrbeck das Unternehmen und dessen Kultur nachhaltig geprägt und grundlegende Strukturen verändert. Im April nimmt der 53-jährige Nachfolger seine Aufgabe als CEO auf. „Bürkert hat eine stark wertorientierte Kultur und ist weit über die Region hinaus bekannt als attraktiver Arbeitgeber. Ich freue mich darauf, in diesem Umfeld gestalten zu können“, sagt Stawowy zu seiner Entscheidung. „Ich steige in das Unternehmen nach sehr erfolgreichen Jahren ein. Dies ist eine besondere Verantwortung und Herausforderung, schafft aber vor allen Dingen das Selbstbewusstsein in der Organisation, die anstehenden Aufgaben zu meistern.“


Aktuelle Herausforderungen der Gas- und Wasserbranche

Auf seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz stellte der DVGW die Versorgungssicherheit in Zeiten der Energiewende und des Klimawandels, den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und die Resilienz der Wasserversorgung in den Mittelpunkt.

Wasserseitig rückt die Resilienz in den Fokus der öffentlichen Betrachtung. „Mit der Wasserversorgung ist es wie mit der Gasversorgung: Solange Trinkwasser fließt, macht sich niemand Gedanken darüber. Wir müssen das Bewusstsein für den Wert des Wassers, unseres wichtigsten Lebensmittels, nachhaltig stärken. Es reicht nicht aus, wenn nur in heißen Sommermonaten für diese Thematik sensibilisiert wird. Vor dem Hintergrund deutlicher Klimaveränderungen und Risiken für die Daseinsvorsorge ist es nicht selbstverständlich, dass auch in einem hoch entwickelten Industrieland wie Deutschland Trinkwasser dauerhaft, jederzeit und überall in hervorragender Qualität verfügbar ist“, betont Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser beim DVGW.

Ein zentraler Aspekt in diesem Kontext ist der Vorrang der öffentlichen Wasserversorgung. Als Bestandteil der Kritischen Infrastruktur ist sie nicht nur möglichen physischen Angriffen ausgesetzt, auch Cyberattacken stellen eine Gefahr dar. Durch seine Mitarbeit in KRITIS-Arbeitsgruppen begleitet der DVGW Gesetzesinitiativen auf EU-Ebene und trifft so Vorsorge zur Steigerung der Informationssicherheit der Branche. Die für dieses Jahr in Aussicht gestellte Novellierung und Inkraftsetzung der Trinkwasserverordnung hat für den Verband als Regelsetzer für das Wasserfach eine herausragende Bedeutung. Sie war und ist die Grundlage dafür, dass das Trinkwasser in Deutschland zu den weltweit besten zählt. 

Der DVGW begrüßt außerdem die Entscheidung der Bundesregierung, mit der Nationalen Wasserstrategie auf die drängenden Probleme der Wasserversorgung zu reagieren. Neben Klimawandel und einer alternden Infrastruktur wirken sich auch demografische, politische und gesellschaftliche Veränderungen auf den Wasserkreislauf und auf zukünftige Wasserdargebote und -bedarfe aus. Unter Federführung von DVGW und DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft) hat eine Gruppe von Fachleuten die „Vision einer wasserbewussten Gesellschaft für das Jahr 2100“ abgeleitet. 

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Beste Dichtungseigenschaften unter hoher Belastung

Pumpen müssen oft abrasive Medien fördern, die die eingesetzten Wellendichtringe stark angreifen. SKF Economos bietet nun eine Alternative zu Standardwerkstoffen an, die auch anspruchsvolle Anwendungen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie meistert.

Der neue Wellendichtring R1U ist eine federlose Rotationslippendichtung mit vielen Vorteilen: Eine flexible reibungsarme Lippe gewährleistet auch bei Exzentrizität gute Spurlaufeigenschaften. Der vordere Teil der Dichtlippe gleicht potenziellen Verschleiß aus. Die massive statische Lippe verhindert ein Verdrehen im Gehäuse. Die Dichtungen erfordern keine offenen Einbauräume und lassen sich einfach in geschlossene Dichtungsnuten einsetzen. Sie sind für Geschwindigkeiten von bis zu 0,5 m/s und Drücken bis zu 10 bar geeignet. 

H-Ecopur ist ein mechanisch und chemisch äußerst widerstandsfähiger Polyurethanwerkstoff, der die strengen Anforderungen der EU Richtlinie EC 1935/2004, EC 102011 erfüllt und FDA-Konformität besitzt. Das Material zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit gegen Verschleiß, Abrieb, UV-Strahlung, Ozon und Hydrolyse aus. Umfangreiche Tests zeigen, dass es fünfmal abriebbeständiger ist und über eine 3,5 Mal höhere Reißfestigkeit verfügt als vergleichbare Elastomer-Werkstoffe. Die hohe Verschleißfestigkeit verhindert zuverlässig Versprödung und Rissbildung und verspricht eine außergewöhnlich hohe Lebensdauer. Die Robustheit minimiert zudem Beschädigungen bei der Montage. Die Erwärmung und der Einsatz von Montage- und Kalibrierhilfen, wie bei PTFE-Dichtungen erforderlich, entfällt beim Aufziehen in die Nut. 

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Wie sich bei der Abwasserbehandlung knappe Fällmittel sparen lassen

Mit einer Automatisierungslösung von Endress+Hauser können Betreiber ihre Verbräuche optimieren und trotzdem die Grenzwerte für Phosphor, Ammonium und Gesamtstickstoff einhalten. Das System regelt die Fällmitteldosierung automatisch und ressourcenschonend und senkt zudem den Energiebedarf im Belebungsbecken.

Viele Kläranlagen verwenden eine chemische Phosphatfällung, um Phosphor aus dem Abwasser zu entfernen. Die Belastung kann jedoch schwanken, was eine optimale Dosierung erschwert. Ist sie zu niedrig, werden die strengen Grenzwerte nicht eingehalten. Eine zu hohe Dosierung hingegen bedeutet einen höheren Schlammanfall und somit höhere Entsorgungskosten − abgesehen von der Verschwendung des kostenintensiven Fällmittels. Überdies steigt die Salinität in der Biologie, was zu Korrosion in der Anlage führt. Liquiline Control optimiert die Phosphat-Fällmitteldosierung und setzt ein erhebliches Einsparungspotential frei. Die Dosierung ist auf optimalem Niveau, wenn die Anlage den Grenzwert zuverlässig einhält und gleichzeitig nicht mehr Fällmittel einsetzt als notwendig. Das Automatisierungssystem dosiert das Fällmittel automatisch in Übereinstimmung mit der aktuellen Belastung und dem individuellen Grenzwert für Phosphor. Das Ergebnis: eine zuverlässige und ressourcenschonende Entfernung.

Die Lösung kann bis zu drei Fällmitteldosierpumpen gleichzeitig in Übereinstimmung mit der tatsächlichen Belastung und dem individuellen Grenzwert steuern. Dafür wird eine kontinuierliche Durchfluss- und Phosphatmessung genutzt. So lässt sich die Dosierung bei sich ändernden Phosphorbelastungen oder Durchflussraten schnell anpassen. Dies gewährleistet eine effiziente Entfernung von Phosphor, weniger Phosphat-Fällmittel und geringere Kosten. 

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2K-Dosiersteuerung ergänzt Produktlaunch

Schon knapp ein Jahr nach Markteinführung seiner neuen Steuerung ermöglicht Viscotec nun auch die Ansteuerung von 2K-Dispensern. Der Dosierspezialist bietet seinen Kunden eine Lösung für einen möglichst langen Einsatz- beziehungsweise Betriebszeitraum, der so flexibel wie technisch möglich gestaltet werden kann. 

Grundlage sind Hardware und Versionsmanagement der Steuerung Eco-Control EC200 2.0. Kunden können jetzt durch Erwerb der entsprechenden Lizenz ihre Steuerung auf lange Sicht immer wieder auf sich verändernde Dosieranforderungen oder Produktionsparameter anpassen. Ansteuern lässt sich das Dosiersystem Eco-Duo, das wiederholgenaue und präzise Dosieren zweikomponentiger Stoffe im gewünschten Mischungsverhältnis gestattet. Anwender haben die Wahl zwischen gravimetrischer oder volumetrischer Mischung. Die Steuerung bietet neben der Dosierdrucküberwachung auch ein Monitoring der Temperatur an. Kunden, die den 2K-Dispenser mit Flowplus-SPT M6 im Einsatz haben, schließen diesen direkt an die Steuerung an und können unmittelbar als Closed Loop-System mit dem Dosieren starten. Ebenfalls wichtig: Die Neue unterstützt das manuelle Spülen von zwei Komponenten – Flowrate und Quantity sind manuell einstellbar. 

Kunden mit 1K-Steuerung können künftig ebenfalls nach einem Upgrade mit einer Dosierüberwachung arbeiten. Die Topfzeitüberwachung hat jetzt eine Leerschussfunktion und macht beliebige Flowraten und Mengen möglich. Insgesamt können Anwender aus bis zu fünf Möglichkeiten zur Dosierdrucküberwachung wählen. Möglich wurde diese enorm verbesserte Usability auch, weil das Unternehmen in den Monaten der technischen Weiterentwicklung permanent Daten bekam: Der Vertrieb stand in engem Austausch mit den Kunden und fragte regelmäßig deren Erfordernisse ab. Die Ergebnisse der Feldforschung flossen unmittelbar in die Entwicklung ein.

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Vielseitige dichtungsfreie Sauglanze

Der Sensorik-Spezialist Elobau aus Leutkirch im Allgäu hat eine neue Generation an Sauglanzen vorgestellt. Durch den niedrigen Entnahmepunkt und ihren Aufbau helfen sie dabei, nachhaltiger zu wirtschaften.

Elolance vereint die Funktionen Flüssigkeitsentnahme und Füllstandsmessung. Sie ist für den Einsatz in Wechselkanistern konzipiert und besonders ergonomisch. Die Sauglanze zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und Beständigkeit in unterschiedlichsten Flüssigkeiten aus und macht die Bedienung noch einfacher und sicherer. Der größte Unterschied zu vergleichbaren Sauglanzen: ihr dichtungsfreier Aufbau. Anwender benötigen weder medienspezifische Dichtungen noch unterschiedliche Varianten für die Flüssigkeitsentnahme. Eine weitere Variantenreduzierung wird durch den frei verschiebbaren Klemmkonus erreicht. Durch diesen lässt sich die Sauglanze der Höhe des Kanisters anpassen. 

Zusätzlich verschafft der seitliche Schlauch- und Kabelabgang in allen beengten, räumlichen Verhältnissen neuen Freiraum. Das Kopfteil im ergonomischen Design wurde zudem für einen schnellen, intuitiven Behälterwechsel entwickelt und ermöglicht eine gute Greifbarkeit. Der niedrige Entnahmepunkt hinterlässt nur eine geringe Restmenge. Um ein Trockenlaufen der Pumpe zu verhindern, gibt die Sauglanze ein Signal zur Vorleer- und Leermeldung aus. Das modulare Schlauchanschluss-Konzept ermöglicht den Schlauchwechsel durch selbstdichtende und austauschbare Schlauchstutzen. Ein Filtersieb verhindert das Einsaugen größerer Fremdkörper. Eine integrierte Auslaufbremse minimiert den Rücklauf beim Behälterwechsel. 

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Neue Generation von Tauchmotorpumpen − mehr Leistung, weniger Verbrauch

Nach 15 Jahren und über 1 Mio. installierten Pumpen bringt DAB Pumps einen Nachfolger auf den Markt. Mit ihm führt der Hersteller zum einen Bewährtes weiter, zum anderen wurde die Baureihe optimiert und auf die aktuellen Anforderungen der Anwender abgestimmt. 

Die Hauswasserversorgung, ob bei der Druckerhöhung, der Gartenbewässerung oder Regenwassernutzung, partizipiert mit der neuen Generation der Divertron von allen Leistungsparametern, die jetzt und in Zukunft den Einsatz optimieren. Gerade in Zeiten, in denen ein sparsamer Energieverbrauch ein wichtiges Argument darstellt, sind ein rund 30 % geringerer Stromverbrauch ein echtes Plus. Neue Technopolymer-Laufräder, basierend auf der Technologie der Fluiddynamik, und eine optimierte Mechanik tragen wesentlich zur Energieeffizienz bei. Das mechanische Dichtungssystem bietet zudem mehr Festigkeit und Haltbarkeit und eine höhere Leistungskraft in Kombination mit der optimierten Hydraulik. Die integrierte Ein-/Ausschaltelektronik steuert die Pumpe automatisch je nach Wasserbedarf, das Rückschlagventil ermöglicht ein sofortiges Ansaugen bei der Erstinstallation. Clevere Lösung im Detail: Der Kondensator lässt sich über ein kleines Fach im Wartungsfall tauschen, ohne Gehäuse oder Pumpe zerlegen zu müssen.

Mit den Leistungsgrößen 650 und 900 stehen zwei Modelle zur Auswahl. Neben einer Standardversion erweitern zusätzliche Versionen mit Ansaugschlauch oder Schwimmer das Einsatzspektrum. Die neue Generation dieser Pumpenfamilie bietet mit dem Schwimmschalter (je nach Modell) und der integrierten Elektronik einen doppelten Schutz gegen Trockenlauf. Verlängerte Lebensdauer und reduzierter Wartungsaufwand bieten viele Vorteile für jeden Anwender. 

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Gründe für verfehlte Energieeinsparpotenziale 

In Zusammenarbeit mit dem CEBR (Centre for Economics & Business Research) hat Grundfos den Report „Powering Energy Efficiency“ erstellt. Laut den Autoren entgehen deutschen Haushalten und Unternehmen jährliche Heizkosteneinsparungen in Höhe von rund 7,6 Mrd. Euro.

Der Report unterstreicht die dringende Notwendigkeit über gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu informieren. Steigende Energiekosten sind für deutsche Unternehmen (50 %) ein zunehmender Grund für Besorgnis. Hinzu kommen Inflation (44 %) sowie weitere mögliche Steuererhöhungen (22 %). Martin Palsa, Senior Vice President und Verkaufsdirektor – Domestic Building Service und Geschäftsführer Grundfos Deutschland, sagt: „In einer Zeit, in der Deutschland mit unsicheren wirtschaftlichen Aussichten konfrontiert ist, können es sich Haushalte und Unternehmen nicht leisten, ungenutzte Energieeinsparpotenziale unberücksichtigt zu lassen. Nach Schätzung der Bundesregierung befinden sich allein in deutschen Haushalten noch über 20 Mio. ineffiziente Heizungspumpen. Hier lässt sich schon mit dem Austausch, zum Beispiel durch eine Hocheffizienzpumpe, schnell, einfach und nachhaltig Energie und damit bares Geld sparen. Das Stromeinsparpotenzial ist vergleichbar mit dem Verbrauch von rund 2 Mio. Haushalten. Diese Erkenntnisse werden auch durch die Ergebnisse unseres Reports ‚Powering Energy Efficiency‘ bestätigt.“ 

Rowlando Morgan, Head of Environment, Infrastructure & Local Growth bei CEBR, fügt hinzu: „Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass unter anderem eine Informationsmängellage, hohe Anschaffungskosten und der Mangel an verfügbaren qualifizierten Installateuren Hindernisse für die Einführung energieeffizienter Maßnahmen in Unternehmen und Haushalten darstellen. Zudem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die deutsche Regierung weitere Maßnahmen ergreifen muss, darunter die Bereitstellung weiterführender Informationen zum Thema Energieeffizienz, Programme für einkommensschwache Haushalte und Subventionen zum Ausgleich der Anschaffungskosten für die Installation neuer Heizsysteme.“ Der vollständige Report steht in englischer Sprache zum kostenlosen Download bereit.

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Multifunktionale Flächen schützen vor Überflutung

Auf Grundlage einer innovativen Planung haben die Stadtentwässerungsbetriebe Köln und die Stadt Köln in einem Gemeinschaftsvorhaben zwei Plätze in Porz-Eil neugestaltet. Vor allem der Schutz vor Überflutungen bei Starkregen spielte eine entscheidende Rolle.

Die öffentlichen Platzflächen wurden kurzerhand zu multifunktionalen Freiräumen mit Regenrückhaltefunktion umgebaut. Um die Stadt Köln – gerade in dicht besiedelten oder stark versiegelten Bereichen – besser vor Starkregen zu schützen, kommen vermehrt solche Multifunktionsflächen zum Einsatz. Diese sind in erster Linie öffentliche Bereiche, die zum Verweilen einladen sollen. Gleichzeitig können sie jedoch bei Starkregen vorübergehend als Notspeicherraum für die Wassermassen dienen und diese gezielt ableiten.

„Überflutungsvorsorge ist eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe. Vor diesem Hintergrund können wir es uns in Zukunft nicht mehr leisten, Räume im dicht besiedelten Stadtgebiet nur in ihrer Funktion als reine Bauflächen oder Parkplätze zu sehen. In der Entwicklung und Nutzung vorhandener Flächen müssen wir umdenken und Flächen so gestalten, dass sie wie hier in Porz-Eil vielfache Nutzungen übernehmen können – eine hohe Aufenthaltsqualität bieten und gleichzeitig als Klimaraum mit Verdunstungskühlung und Versickerung dienen", sagt Ulrike Franzke, Vorstand bei den StEB Köln. Die beiden Plätze stellen Pilotprojekte dar, die als Vorbild nachhaltiger Klimaanpassungs-Maßnahmen auch für andere Stadtteile dienen können. Die Aktion ist Teil des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln". Die Maßnahmen wurden mit Fördermitteln aus dem EFRE (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) sowie den Städtebauförderungen des Bundes und des Landes und aus Mitteln der Stadt Köln finanziert.