(Fürth) Brunnen sind die wohl am wenigsten beachteten Bauwerke: Als Betriebsanlage im Boden sind sie kaum sichtbar, und als steter Kostenblock auch schnell abgehakt. Zum Jahresbeginn mag sich allerdings eine kaufmännische Rückbetrachtung lohnen.
Hauptkostenfresser wohl aller Brunnen ist die Wasserpumpe. Sie unterliegt ständigem Verschleiß durch Ablagerungen aus dem gefördertem Wasser. Der Fachmann denkt hier insbesondere an die Verockerung des Aggregats. Sie führt unvermeidlich zum Verschleiß: zunächst leidet die Effizienz, am Ende quittiert die Pumpe. Zwangsläufig stellen sich Fragen: Entspricht der Brunnen überhaupt noch den Anforderungen? Ist die Auslegung der Pumpe, bei der Anschaffung damals richtig, heute jedoch obsolet? Wäre nicht eine „vorausschauende Wartung“ in Anbetracht der steten Degeneration sinnvoll? Und nicht zuletzt: Was brächten wohl moderne Aggregate an Betriebssicherheit und Energieeffizienz?
Ein Kieswerk in Aitrach ergriff die Initiative und holte die Pumpe hoch. Festgestellt wurde nicht nur technische Beeinträchtigungen. Die zu Rate gezogenen Experten vom Hersteller Caprari aus Fürth ermittelten, dass das installierte System mit 55 kW Antriebsleistung deutlich überdimensioniert und somit für die gestellte Aufgabe zu teuer war. Sie ersetzten es durch eine moderne Tauchmotorpumpe aus der P-Serie. Sie kommt mit nur 30 kW Leistung aus. Für den Betreiber resultierte diese Maßnahme in einer beträchtlichen Reduzierung der Stromkosten. Mehr noch: Durch Nutzung eines Förderprogramms (Stromsteuer erlassen oder reduziert) hatte man die Investition noch weiter kompensieren können. Kaufmännisch ein kluger Schachzug, zumal die laufenden Kosteneinsparungen die Nettobilanz des Betriebs bereits in kurzer Zeit verbessern. Vielleicht aber noch wichtiger wiegt die Betriebssicherheit, denn die Kieswaschung im Siebturm ist nun wieder auf Jahre sichergestellt. Der Hersteller bietet den Pumpen-Check kostenlos an. Mehr dazu unter Caprari.de im Internet.
(Erkrath) Die Heizungsumwälzpumpe Alpha3 von Grundfos ist mit dem renommierten German Design Award ausgezeichnet worden. Die innovative Lösung für den einfachen hydraulischen Abgleich erhielt die Auszeichnung als Gewinner in der Kategorie Excellent Product Design Energy. Die offizielle Preisverleihung findet im Februar 2017 im Rahmen der Messe Ambiente in Frankfurt am Main statt.
Der German Design Award zeichnet innovative Produkte, Projekte, Hersteller und Gestalter aus, deren Design wegweisend ist. Vergeben wird die Auszeichnung vom 1953 gegründeten Rat für Formgebung, der als unabhängig agierende Institution zu den international führenden Kompetenzzentren für Design gehört. Dem Stifterkreis gehören über 260 designorientierte Unternehmen an, die Jury ist hochkarätig und international besetzt.
Der German Design Award ist eine weitere renommierte Auszeichnung für die Alpha3. Als intelligente Lösung für den hydraulischen Abgleich von kleineren Heizungsanlagen ist das Alpha3-System mit Umwälzpumpe, Alpha Reader und der GO-Balance-App bereits mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem als Bestes Produkt des Jahres 2016/2017 beim Plus X Award und mit dem Energieeffizienzpreis Perpetuum 2016 der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (Deneff).
(Leonberg) Mit Wirkung zum 1. Dezember 2016 hat der Leonberger Hersteller von Dosier- und Prozess-Membranpumpen Lewa GmbH einen Kaufvertrag mit Seko Middle East FZE, einer 100-prozentigen Tochter von Seko S.p.A. unterzeichnet. Gegenstand der Vereinbarung war die Übernahme der gesamten Fabrikanlage mit allen Vermögensgütern und dem Geschäft mit Chemical Injection Packages (CIPs) für den Öl- und Gas-Bereich, die (petro-) chemische Industrie sowie den Sektor der Energieerzeugung. Die Akquisition ist Teil der Strategie der Lewa Gruppe, sich auf Pumpen und integrierte System-Lösungen zu spezialisieren.
Von den hinzugewonnenen Konstruktions- und Herstellungskapazitäten in der wichtigen Nahost-Region profitiert nicht nur die Lewa Gruppe: Als Hersteller für Chemical Injection Packages wird die neue Einheit Teil der Industrial Division von Nikkiso und beliefert die Töchter und Stammhäuser des Unternehmens intern. „Durch Verbindung von Inhouse-Engineering und -Produktion haben wir so die gesamte Wertschöpfungskette in unserer Hand und können eine hohe Qualität sicherstellen. Gleichzeitig erwarten wir eine Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich“, äußert sich Peter Wagner, CEO der Lewa GmbH und verantwortlich für die Industrial Division. Da die staatlichen Erdölgesellschaften in der Region häufig einen gewissen Grad an Integration verlangen, bietet sich für Lewa die Chance, nicht nur wie bisher für Pumpen, sondern für ganze Chemical Injection Packages gelistet zu werden. Der globale Vertrieb erfolgt über die gesamte Division.
(Bargteheide) Das ab sofort zugängliche Mynord-Kundenportal auf der Website von Nord Drivesystems unterstützt Maschinenkonstrukteure und Einkäufer mit einer Reihe jederzeit verfügbarer komfortabler Funktionen. Mynord macht es für jeden Kunden und Interessenten möglich, anwendungsgerechte Antriebslösungen besonders einfach und schnell zu planen und zu beschaffen. Das erste im Portal bereitgestellte Werkzeug ist der Online-Konfigurator.
Mit diesem lassen sich zügig Lösungen für Antriebstechnik aus dem gesamten Nord-Standard-Produktportfolio zusammenstellen, das zahlreiche Getriebe- und Motorentypen mit individuell abgestimmter Antriebselektronik umfasst. Das dynamische Online-Konfigurationssystem führt ohne umständliches Weiterklicken zielstrebig durch den Prozess: Auswahlmöglichkeiten werden anhand bisheriger Angaben so gefiltert, dass nur zulässige und sinnvolle Ausstattungsvarianten verbleiben. Alle Informationen werden auf einer einzigen Seite eingegeben. So sind auch Änderungen und das Durchspielen von Varianten ohne Blättern schnell und einfach möglich. Für fertig konfigurierte Produkte erhalten angemeldete Kunden direkt ein automatisch erstelltes Angebot mit Einkaufspreisen – sie können dann sofort den Auftrag erteilen. Auch Datenblätter, Maßzeichnungen und 3D-CAD-Dateien zu den Produkten lassen sich auf Knopfdruck generieren.
(Ratingen) NSK hat das weltweit erste Fett für Wälzlager entwickelt, das zu 100% aus lebensmittelverträglichen Inhaltsstoffen hergestellt wird. Diese Entwicklung ist für alle Anwender und Maschinenbauer interessant, deren Maschinen und Anlagen mit Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten oder Kosmetika in Kontakt kommen. Außerdem zeichnet sich das Fett mit der Bezeichnung H3G durch hohe Beständigkeit gegenüber Wasser aus, und es gewährleistet einen niedrigen Reibungsverlust der Lagerstelle.
Das lebensmittelverträgliche Wälzlagerfett entspricht den höchsten internationalen Sicherheitsstandards für Produkte, die in gelegentlichen Kontakt mit Lebensmitteln kommen können. Es enthält keine mineralischen Öle und basiert weder auf Rapsöl noch anderen pflanzlichen Schmierstoffen, die zum einen lebensmittelfremde Bestandteile enthalten können und zum anderen zu Einschränkungen in der tribologischen Leistungsfähigkeit führen – mit der Folge, dass Schmierwirkung und Lagerlebensdauer begrenzt sind.
Im Gegensatz dazu besteht die Formulierung des von NSK entwickelten Wälzlagerfettes vollständig aus Inhaltsstoffen, die auch in Lebensmitteln verwendet werden. Das gilt für das Grundöl, die Verdickungsmittel und für sämtliche Additive. Als Basisöl dient ein pflanzliches Öl, das eine sehr gute Wärmebeständigkeit aufweist. In das Verdickungsmittel sind Additive eingearbeitet, die eine dreidimensionale Vernetzung des Fettes sicherstellen. Das gewährleistet ein hohes Fettrückhaltevermögen im Lager.
(Winterthur) Am 30. November 2016 unterzeichnete Sulzer eine Vereinbarung, um die Kontrolle über das Gasturbinenservicegeschäft von Rotec (Rotec GT) zu erwerben. Rotec GT mit Sitz in Moskau wird mehrheitlich von Renova kontrolliert und ist in erster Linie im russischen Markt tätig. Durch die Transaktion wird Sulzer mit einem Umsatz von ungefähr CHF 40 Millionen zu einem bedeutenden Akteur im russischen Markt für Gasturbinenservices.
Sulzer erwirbt die Kontrolle über die Vermögenswerte von Rotec GT, die Gasturbinenservicedivision der Rotec-Gruppe. Rotec GT hat seinen Hauptsitz in Moskau und verfügt über ein Servicezentrum für Gasturbinenbauteile in Jekaterinburg. Im Jahr 2015 hat das Unternehmen, das rund 50 Mitarbeitende beschäftigt, einen Umsatz von ungefähr 35 Mio. CHF und eine EBITDA-Marge von etwas über 20 % erzielt.
Die übrigen Aktivitäten der Rotec-Gruppe, wie Dampfturbinenherstellung und EPC-Projekte (Engineering, Einkauf, Konstruktion), sind nicht Teil der Transaktion. Sulzer wird Rotec GT mit seinen eigenen Serviceaktivitäten in Russland (mit einem Umsatz von ungefähr 5 Mio. CHF) zusammenlegen. Damit schafft das Unternehmen für Russland und die GUS-Länder einen unabhängigen Serviceanbieter für Gasturbinen, der einen Umsatz von ungefähr 40 Mio. CHF erwirtschaftet. Obwohl Renova, die derzeitige Haupteigentümerin von Rotec, mit einem Anteil von 49 % am kombinierten Geschäft beteiligt bleibt, obliegt allein Sulzer die Unternehmensführung. Das Geschäft wird unter der Sulzer-Marke geführt und von Sulzer vollständig konsolidiert. Die Transaktion zwischen Sulzer und Renova wurde zu marktüblichen Bedingungen vereinbart. Der Unternehmenswert von Rotec GT, der vier Mal dem EBITDA entspricht, wurde durch ein unabhängiges Bewertungsgutachten bestätigt.
(Großostheim ) Flygt Concertor ist das weltweit erste Abwasser-Pumpsystem mit eingebauter Intelligenz. Es nimmt seine Umgebung wahr und passt bei Bedarf sein Betriebsverhalten an. Reinigungszyklen verhindern Verstopfungen und eine spezielle Energiefunktion reduziert den Verbrauch. Damit gehen die Lebenszykluskosten in den Keller.
Um Harmonie geht es, wenn Maschinen, Aggregate und ihre Steuereinheiten zusammenarbeiten sollen. Das funktioniert, wenn Entwickler sie gezielt kombinieren und aufeinander abgestimmt in einem System vereinen. So ist das bei Flygt Concertor, einem neuen Abwasser-Pumpsystem mit integrierter intelligenter Steuerung. Das System fördert nicht einfach nur Abwasser; es nimmt zudem die aktuellen Betriebsbedingungen wahr und passt seine Leistung in Echtzeit daran an.
Der Name Concertor steht für "harmonisch zusammenarbeiten". Systemdesign statt zusammengewürfelter Einzelkomponenten führt beim neuen Pumpsystem zu höchster Qualität und Zuverlässigkeit. Bei wechselnden Abwasserbedingungen erreicht es immer das optimale Leistungsniveau. Das wirkt sich überaus günstig auf den Energieverbrauch und die Lebensdauer des Systems aus. Damit reagiert Xylem auf den Wunsch vieler Kunden nach nachhaltigen Lösungen für energieeffizientes Abwasser-Management. Bis zu 70 % der Energie lassen sich mit Concertor sparen, da das mit IE4-Motor ausgestattete System immer am energetisch optimalen Betriebspunkt arbeiten kann.
Für die digitale Version der allerletzte Pumpe DE